Steuern sparen als Arbeitnehmer in Österreich — Alle legalen Wege
Österreichische Arbeitnehmer lassen durchschnittlich €400–900 an Steuerrückerstattung liegen. Diese Anleitung holt das komplette Potenzial heraus.
🎯 Ziel dieses Guides
Du hast alle legalen Steueroptimierungen genutzt und die maximale Arbeitnehmerveranlagung-Rückerstattung erhalten.
Pendlerpauschale und Pendlereuro maximieren
Pendlerrechner.bmf.gv.at: Adresse und Arbeitsort eingeben. L34-Formular ausdrucken und beim Arbeitgeber abgeben. Lohnsteuer sinkt sofort für den Rest des Jahres. Pendlereuro: €2/km als Absetzbetrag.
💡 Tipp: KlimaTicket als AG-Sachbezug: Falls AG zahlt — steuerfrei. Plus kein Pendlerpauschale-Verlust da ticket als Werbungskosten zählt.
Werbungskosten maximieren
Alle beruflichen Ausgaben sammeln: Laptop, Fachliteratur, Fortbildung, Gewerkschaft, Homeoffice (€3/Tag, max. €300/Jahr), Berufskleidung (wenn spezifisch), Arbeitsmittel.
💡 Tipp: Über €132/Jahr Werbungskosten: Immer mit Belegen einreichen. Unter €132: Pauschale ohne Belege automatisch.
Sonderausgaben und Absetzbeträge prüfen
AVAB/AEAB: Alleinverdiener/Alleinerzieher mit Kind. Kinderabsetzbetrag: Automatisch. Spenden: Automatisch übermittelt prüfen. Kirchenbeitrag: Bis €400/Jahr absetzbar.
💡 Tipp: Wer keine SV hat aber SV zahlt (Geringverdiener): Negativsteuer bis €400/Jahr. Arbeitnehmerveranlagung einreichen auch wenn keine Steuer anfällt.
Außergewöhnliche Belastungen prüfen
Krankheitskosten: Abzugsfähig nach Selbstbehalt (4–12% des Einkommens). Katastrophenschäden. Behinderung. Kosten für Kur, Hilfsmittel. Zahnarzt, Sehhilfe bei Behinderung.
💡 Tipp: Krankheitskosten nur absetzbar wenn über dem Selbstbehalt. Bei chronischen Erkrankungen: Jahreskosten summieren und prüfen.
Günstigkeitsvergleich für KeSt
Kapitalerträge (Dividenden, ETF-Gewinne) bei ausländischem Broker: E1kv einreichen. Günstigkeitsvergleich beantragen wenn Grenzsteuersatz unter 27,5%.
💡 Tipp: Einkommen unter ca. €31.000/Jahr: Günstigkeitsvergleich prüfen. Potenziell hunderte Euro Erstattung auf KeSt.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Steuerberater für die Arbeitnehmerveranlagung?
Bei einfacher Situation (ein Arbeitgeber, klar Pendlerpauschale): Selbst via FinanzOnline. Bei Immobilien, Auslandseinkünften, freiem Dienstvertrag, Unterhaltskosten: Steuerberater oft 5× günstiger als die eingesparten Steuern (und absetzbar).
Alle Abos und Ausgaben im Blick behalten?
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Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.