SVS Österreich 2026: Sozialversicherung für Selbständige
Selbständige in Österreich zahlen ihre Sozialversicherung über die SVS — mit anderen Sätzen und Regeln als Angestellte. Das muss man von Anfang an einplanen.
GSVG vs. FSVG — wer zahlt was?
GSVG (Gewerbliche Sozialversicherung): Gewerbetreibende, EPU, GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer, Neue Selbständige. FSVG (Freiberufler): Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Ziviltechniker — eigene Kammer-Pensionskasse. Der häufigste Fall für Gründer: GSVG.
GSVG-Beitragssätze 2026
Krankenversicherung: 7,65%. Pensionsversicherung: 18,50%. Unfallversicherung: €10,97/Mt. (Pauschale). Total ohne UV: 26,15% des Gewinns. Minimum-Beitragsgrundlage: €6.221/Jahr = ca. €163/Mt. SV. Maximum: Gewinn über €91.560/Jahr.
Rückstellungen und Vorauszahlungen
SVS schreibt Beiträge zunächst auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage vor. Nach Einreichung des Steuerbescheids: Nachverrechnung auf tatsächlichen Gewinn. Jährliche Nachzahlung kann hoch sein — monatlich 26% des Gewinns zurückstellen.
GSVG-Befreiung für Kleinstunternehmen
Unter €6.221 Jahresumsatz und €6.221 Jahresgewinn: Befreiung von der KV möglich. Pensionsversicherung bleibt. Antrag bei der SVS. Sinnvoll für Nebenerwerbsselbständige die bereits über Angestelltenverhältnis versichert sind.
Häufige Fragen
Wann muss ich mich bei der SVS anmelden?
Mit Beginn der selbständigen Tätigkeit — also mit Gewerbeschein-Ausstellung oder Aufnahme der Tätigkeit. Die SVS muss innerhalb von 1 Monat informiert werden. Nicht warten bis der erste Gewinn da ist — Pflicht ab dem ersten Tag.
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Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.
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