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Was kostet die Staatsbürgerschaft?

Kurzantwort 2026

Die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft kostet je nach Bundesland insgesamt rund 1.500–3.000 € pro Person — sie zählt damit zu den teuersten Einbürgerungen Europas, zusammengesetzt aus Bundesgebühren (über 1.100 €) und stark unterschiedlichen Landesverwaltungsabgaben.

Österreich-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BMF, SVS, AMS, WKO, ÖGK

💰 Gesamt pro Person: ca. 1.500–3.000 €

ca. 1.100–1.200 €
Bundesgebühren (Verleihung)
ca. 300–1.800 €
Landesabgaben (je Bundesland)
ca. 50–90 €
Staatsbürgerschaftsprüfung
10 Jahre (6 mit Voraussetzungen)
Regelaufenthalt

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
Bundesgebühr Verleihung (Erwachsene)ca. 1.100–1.200
Landesverwaltungsabgabe (Bundesland!)ca. 300–1.800
Staatsbürgerschaftsprüfung (Kurs optional extra)50–90
Dokumente, Übersetzungen, Beglaubigungen100–400
Ggf. Entlassung aus bisheriger Staatsangehörigkeit0–1.500 je Land
Reisepass + Personalausweis danachca. 100–170

Warum Österreich so teuer und streng ist

Österreich verlangt im Regelfall 10 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt (6 Jahre u. a. bei EWR-Bürgerschaft, Ehe mit Österreicher:in plus 5 Jahre Ehe, B2-Deutsch oder nachhaltiger Integration), gesicherten Lebensunterhalt ohne Sozialhilfebezug in den letzten Jahren, Unbescholtenheit und die Staatsbürgerschaftsprüfung. Dazu kommt der Grundsatz der Vermeidung von Doppelstaatsbürgerschaft: Die bisherige Staatsangehörigkeit muss in der Regel aufgegeben werden — mit eigenen Kosten und Fristen des Herkunftslands. Die Gesamtgebühren variieren je Bundesland erheblich; Wien, NÖ und OÖ liegen bei Erwachsenen häufig im Bereich von 1.500–3.000 € gesamt.

Budget- und Zeitplanung für Familien

Für Ehepaare mit zwei Kindern summiert sich die Einbürgerung schnell auf 4.000–7.000 € — Kinder sind bei Bundes- und Landesgebühren zwar reduziert, aber nicht gratis. Der Einkommensnachweis ist die häufigste Hürde: gefordert ist ein Lebensunterhalt deutlich über den ASVG-Richtsätzen, nachgewiesen über 36 Monate innerhalb der letzten 6 Jahre. Verfahren dauern je Bundesland 12–36 Monate. Wer plant: Gebühren beim eigenen Amt der Landesregierung vorab schriftlich erfragen — die Streuung ist real und die Beträge sind bei Antragstellung bzw. Verleihung fällig.

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Häufige Fragen

Gibt es Ermäßigungen oder Ratenzahlung?

Landesabhängig sind Ermäßigungen für Kinder und teils für besondere Fälle vorgesehen; Ratenzahlungen sind Verhandlungssache mit der Behörde. Ein Rechtsanspruch auf Gebührennachlass besteht nicht — Budget vorab realistisch planen.

Darf ich die alte Staatsbürgerschaft behalten?

Nur in Ausnahmen (z. B. Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Entlassung, anerkannte Flüchtlinge, besondere Verdienste). Der Regelfall ist die Aufgabe — deren Kosten und Konsequenzen (Erbrecht, Grundbesitz im Herkunftsland) gehören in die Gesamtrechnung.

Was kostet die Prüfung und wie schwer ist sie?

Die Staatsbürgerschaftsprüfung (Landes- und Bundesteil: Geschichte, Demokratie, Landeskunde) kostet je Land etwa 50–90 €; Vorbereitungsskripten sind offiziell verfügbar. Mit Vorbereitung liegt die Bestehensquote hoch — Wiederholungen kosten erneut Gebühr.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.

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