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Was kostet der Steuerberater?

Kurzantwort 2026

Ein Steuerberater kostet in Österreich für die Arbeitnehmerveranlagung typischerweise 150–400 € — Selbständige zahlen für Einnahmen-Ausgaben-Rechnung plus Steuererklärungen 1.000–2.500 € pro Jahr. Für einfache Fälle ist FinanzOnline die kostenlose Selbstmach-Alternative.

Österreich-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BMF, SVS, AMS, WKO, ÖGK

💰 Arbeitnehmerveranlagung: 150–400 €

150–400 €
Arbeitnehmerveranlagung (StB)
1.000–2.500 €/Jahr
Selbständige: EA-Rechnung + Erklärungen
2.500–6.000 €+/Jahr
GmbH: Bilanz + Erklärungen
0 €
FinanzOnline (selbst)

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
Arbeitnehmerveranlagung (einfach)150–300
ANV mit Vermietung/Kapital/Ausland300–800
EPU: laufende Buchhaltung (monatlich)80–250/Monat
Jahresabschluss EA-Rechnung + E1600–1.500
Erstberatung/Beratungsstunde150–300

Wann FinanzOnline reicht — und wann nicht mehr

Für reine Arbeitnehmerfälle erledigt die antragslose Arbeitnehmerveranlagung bzw. FinanzOnline mit Absetzposten (Pendlerpauschale, Homeoffice, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Familienbonus-Aufteilung) das meiste kostenlos — die durchschnittliche Gutschrift holt man sich mit 30 Minuten Aufwand selbst. Der Steuerberater lohnt, sobald Gestaltung möglich ist: Vermietung, Kapitalerträge im Ausland, Selbständigkeit neben dem Job, Immobilienverkauf (ImmoESt!), Erbschaft. Dort holt gute Beratung regelmäßig ein Mehrfaches des Honorars — und das Honorar ist als Betriebsausgabe bzw. bei den jeweiligen Einkünften wiederum absetzbar.

Selbständige: Pauschale vereinbaren, Schnittstellen klären

Für EPU und Kleinunternehmer sind Jahres- oder Monatspauschalen üblich — vorab schriftlich festlegen, was inkludiert ist (Buchhaltung, UVA, Jahresabschluss, Erklärungen, SVA/SVS-Prognosen, Fragen unterm Jahr). Der größte Kostenhebel ist deine Vorarbeit: Saubere digitale Belege (Buchhaltungssoftware mit StB-Schnittstelle) statt Schuhschachtel senken das Honorar um 30–50 %. Honorarnoten folgen den Autonomen Honorarrichtlinien nur als Rahmen — der Markt verhandelt, Vergleichsangebote sind legitim und üblich.

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Häufige Fragen

Lohnt der Steuerberater für die Arbeitnehmerveranlagung?

Bei Standardfällen selten — FinanzOnline plus eine Stunde Einlesen bringt fast dasselbe Ergebnis gratis. Bei Vermietung, Auslandseinkünften, hohen Werbungskosten oder Verlustverwertung dagegen ja: Dort liegen die vergessenen Hunderter.

Was kostet die verpflichtende Doppelte Buchhaltung?

Ab Überschreiten der Umsatzgrenzen (Bilanzierungspflicht) steigen die Kosten deutlich: 2.500–6.000 €+ pro Jahr je Komplexität. Der Wechsel des Rechnungslegungsregimes gehört strategisch geplant, nicht erlitten.

Sind Steuerberaterkosten absetzbar?

Ja — betrieblich als Betriebsausgabe, privat als Sonderausgabe (Steuerberatungskosten sind in Österreich unbeschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig). Der Fiskus subventioniert die Beratung also mit.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.

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